Schlagwort: Time Management

Warum das Handy ausschalten die Lösung ist.

Jeder hat immer und überall sein Smartphone in der Hand. In der Bahn schaut jeder auf sein Handy. Beim Laufen hat es jeder in der Hand. Echt gefährlich. Im Büro schaust Du ständig drauf, wenn neue Nachrichten kommen. WhatsApp, SMS und sämtliche Push Notifications ziehen immer wieder Deine Aufmerksamkeit. Jede freie Minute wird aufs Handy geschaut. Den ganzen Tag. Das stresst enorm und lenkt ab. Du schaffst Deine Arbeit nicht und Gespräche sind ohne Unterbrechung auch kaum noch möglich. Du könntest einfach Dein Handy ausschalten. Hast Du daran schon einmal gedacht?

Hast Du schon ein mal Dein Handy zuhause vergessen? Und? Es ist eigenartig ohne Handy durch den Tag zu kommen, aber es geht. Ging ja früher auch. Kannst Du Dich noch an die Zeit ohne Handy erinnern? Ich glaube, wir waren konzentrierter, verbindlicher und entspannter als heute.

Mir ging es ganz genauso. Mein Handy ist ein extremer Zeitfresser. Die Zeit vergeht und die Arbeit wir immer mehr. Ich habe so viele Ideen, aber das ständige Schauen und Tippen am Smartphone lenkt mich von der Umsetzung meiner Aufgaben und Ideen ab.

Das Handy ausschalten ist für mich die harte Konsequenz. Es ist verrückt und komisch und still. Aber es hilft.

Was das Handy ausschalten bringt

Ich bin viel produktiver.

Ohne Ablenkung arbeite ich konzentriert meine geplanten Aufgaben für den Tag ab. Ich lasse keine neuen Impulse zu, die mich ablenken könnten.

Ich bin viel schneller.

Ohne Ablenkung bin ich viel schneller mit meiner Arbeit fertig und kann die übrige Zeit für andere Dinge nutzen.

Ich vergleiche mich nicht mehr.

Ich liebe es, schöne Fotos anzusehen, von Wohnungseinrichtungen, Innenarchitektur und Outfits. Jedoch macht es auch unzufrieden und weckt Bedürfnisse, die nicht da wären, wenn ich nicht diese Fotos gesehen oder diesen einen Artikel gelesen hätte. Es baut einen leisen Druck auf, mithalten zu wollen. Aber jeder hat sein eigenes Tempo und seine eigenen Maßstäbe und auf meine Maßstäbe sollte ich mich konzentrieren. Und das geht ohne Ablenkung sehr viel besser

Ich fühle mich entspannter und zufriedener.

Wenn ich der Reizüberflutung zumindest für ein paar Stunden den Hahn abdrehe, entspanne ich mich und bin bei mir und meinen Themen. Ich kann meinen Gedanken zuhören und ihnen folgen.

Randnotiz: Seit 2009 schaue ich kein Fernsehen mehr, seit 2012 höre ich kein Radio mehr. Ich lasse die ganze negative Energie nicht mehr an mich ran und bin seitdem deutlich entspannter und insgesamt sehr viel positiver.

Click to Tweet: Das Handy ausschalten ist die einzige Chance für mehr Produktivität, Konzentration und Entspannung.

Der warme Entzug

Wem das Ganze zu hart ist und wer die Entzugserscheinungen des kalten Entzugs scheut, kann auch erst einmal damit beginnen, alle Push Notifications und Signaltöne am Handy auszuschalten. Erledige dann ein paar Aufgaben und Du wirst sehen, auch damit wirst Du schon Veränderungen in Deiner Produktivität und Deinem Streß-Level bemerken.

Probier‘ es einfach und lass‘ mich wissen, wie es Dir ohne Handy geht?

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Ich will nicht mehr

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Mit neuen Habits konsequent zum Ziel.

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Schluss mit Aufschieberitis – a.k.a Prokrastination

Es gibt Tage, an denen fragt man sich am Abend,  was man denn überhaupt gemacht hat und dann fällt einem auf, dass man die Zeit mit unwichtigem Kleinkram vertrödelt hat. Die eine wichtige und große Aufgabe, DAS Projekt ist liegen geblieben. – Ein blödes Gefühl nach einem langen Tag. Und woran lag es? An Aufschieberitis!

Die Aufschieberitis ist Schuld

Begründungen für das Vermeiden und Umschiffen der eigentlichen Tagesaufgaben gibt es viele. Manches ist zu langweilig, anderes zu kompliziert, zu anstrengend, passt gerade nicht zur Stimmung oder fordert uns über unsere Komfort-Zone hinaus. Bequemer ist es dem zunächst auszuweichen. Fragt sich nur, wie lange das gut geht? Irgendwann ist der Tag, an dem das Projekt fertig sein muss. Unterwegs türmt sich ein Berg auf, der kaum noch zu bewältigen ist. Das dauerhafte Aufschieben und Verschleppen der Aufgaben führt dann kurz vor der Deadline zu Extrastunden und Nachtschichten. Horror!!!

Prokratination oder auch „Aufschieberitis“ heißt, dass Aufgaben, trotz vorhandener Möglichkeiten, nicht oder erst sehr spät – auch mit Verspätung erledigt werden. Oft wird die Arbeit auch durch ungewöhnlich viele Kaffee- und Zigarettenpausen unterbrochen, um der Aufgabe auszuweichen.

20 Prozent der Menschen sind chronische Aufschieber – oft in allen Lebensbereichen, sodass es zum Lebensstil desjenigen gehört. Selbst wenn Du hoffentlich nicht zu diesen 20 Prozent gehörst, schiebst Du sicherlich von Zeit zu Zeit unangenehme Tätigkeiten auf die lange Bank und vergnügst Dich mit weniger Anstrengendem.

Was kannst du also tun, um es nicht soweit kommen zu lassen?

Es gibt ein paar Strategien, die helfen Deine Stimmung zu kontrollieren, damit Deine Produktivität zu steigern und die der Aufschieberitis keine Chance mehr geben.

Frage Dich warum

Warum weichst Du Deinen Aufgaben aus und schiebst sie auf? Ist es Angst nicht gut genug zu sein, zu versagen, Angst vor Kritik oder der Herausforderung? Macht Dir Dein Job oder Dein Projekt keinen Spaß? Was auch immer es ist, nimm’ etwas Abstand und versuche herauszufinden, was Dich hindert Deine Aufgaben anzugehen und die Aufschieberitis bei Dir auslöst. Möglicherweise wird diese Erkenntnis schon die größte Wirkung haben.

Beseitige die Hindernisse

Jetzt weisst Du, was Dich hindert und davon abhält, Deine Aufgaben zu erledigen. Nun beseitige diese Hindernisse. Vielleicht hilft es auch, einige Aufgaben, die Dich im Moment aufhalten, zu delegieren.

Lies dazu: 10 Aufgaben, die Du nie mehr machen musst!

Schalte jede Form von Ablenkung aus.

Mach’ Deine Tür zu, schalte Dein Handy aus und alle Alarmtöne vom Mailprogramm oder Kalender ebenfalls. Mach’ Facebook zu, schließe alles andere, was nicht zum aktuellen Thema gehört und räume Deinen Schreibtisch leer. Schaffe Dir die Arbeitsumgebung, in der Du diszipliniert und fokussiert Deine Aufgaben verfolgen kannst. Jetzt konzentrierst Du Dich voll und ganz auf Deine Arbeit.

Ich hasse Spam. Mehr dazu in der Datenschutzerklärung.

Mach’ große Aufgaben klein

Große Projekte liegen vor einem wie ein riesiger Berg, den man erklimmen muss. Eingeschüchtert, ängstlich und klein stehst Du vor diesem Berg. „Oh Gott, wo fange ich an?“ oder „Das schaffe ich nie!“ sind die destruktiven Gedanken, die Dir durch Deinen Kopf schießen. Entspann’ Dich, Du musst ja nicht heute auf dem Gipfel ankommen. Wenn Du jetzt den Weg in Etappen teilst, von Bergstation zu Bergstation, dann hast Du jeden Tag nur ein kleines Ziel auf der Strecke vor Dir. Machbar und schaffbar. Also los.

Teile große Aufgaben in kleine Teilaufgaben, in Babysteps. Schreibe sie auf eine Liste. Überleg’ Dir, wieviel Zeit Du für die einzelnen Teilaufgaben brauchst und schreibe den Aufwand dazu. Jetzt kannst Du die Aufgaben entsprechend Deiner Zeit für die kommenden Tage planen. Ich mache so etwas gern am Sonntag für die gesamte Woche im Voraus. Viele kleine Aufgaben sind schneller erledigt – weil Du viele kleine Erfolge hast.
Bei der Zeiteinteilung und kleinen Pausen zwischendurch können Apps für die Pomodoro Methode wie z.B. Focus helfen.

Konzentriere Dich und fang’ an

„Fang’ einfach an“ ist so leicht gesagt. Wenn Du vor einem weissen Dokument sitzt, und nicht weisst, was Du schreiben sollst, hast Du das „Blinking Cursor Syndrome“. Lass Dich davon nicht aufhalten. Fang’ an zu schreiben, egal was. Editieren kannst Du später. Sag’ ich mir auch immer wieder.

Setzte Dir S.M.A.R.T.e Ziele

 

„A goal without a plan is just a wish.“

Katherine Paterson, The Invisible Child

 

Wenn Du konkrete Aufgaben mit realistischen Zielen und mit Terminen hast, musst Du Dich nur noch daran halten. Ich gebe zu, das ist für mich immer wieder die größte Herausforderung!

SMARTe Ziele setzen heißt, jede Aufgabe zu spezifizieren, messbar zu machen (welches Ergebnis soll erreicht werden), in erreichbare Teile herunter zu brechen, als relevant einstufen und an eine zeitliche Vorgabe binden.

Vielen Menschen hilft es, Ihre Ziele und die verbundenen Termine in ihren Kreisen zu verkünden, so stehen sie unter einem sozialen Druck, der bei Nichterreichung der Zielvorgaben Peinlichkeit hervorruft. Grrr!

Denk an Dein Ziel, führe Dir vor Augen, wie großartig es sein wird, dieses Ziel erreicht zu haben und dann legst Du los!

Suche oder gründe eine Mastermind-Gruppe

Als Freelancer allein zu arbeiten hat viele Vorteile. Ein Nachteil ist, dass Dich keiner kontrolliert und es Tage gibt, an denen es keine Rolle zu spielen scheint, ob Du nun an Deinen Projekten arbeitest oder nicht.
Was eindeutig – und auch aus eigener Erfahrung – hilft, sind Mastermind-Gruppen oder sogenannte Erfolgsteams.
Ich arbeite aktuell in 3 Gruppen. Die intensivste Zusammenarbeit habe ich im Zweier-Team. Wir verabreden uns einmal pro Woche zu einem Skype Call und sprechen über unsere Projektfortschritte und legen die nächsten Steps fest. Das ist sehr motivierend und man fühlt sich nicht so allein.
Ein weiteres Team „treffe“ ich wöchentlich bei einem Google Hangout. Auch hier werden die Schritte auf dem Weg zu unseren Zielen besprochen, Tipps gegeben und wir unterstützen uns gegenseitig. Mit meinem dritten Team treffe ich mich einmal im Monat hier in Berlin. In diesem Team geht es weniger um Details und kleine Schritte, sondern um Ziele für das aktuelle Jahr, denen jeder auf seine Weise von Treffen zu Treffen näher kommt. Erfolge zu teilen gibt einem selbst auch ein erhebendes Gefühl und beim Darüber-sprechen wird Dir bewußt, was Du geleistet hast!

Bücher zum Thema

„Eat that frog“ – 21 Wege, um sein Zaudern zu überwinden und in weniger Zeit mehr zu erledigen von Brian Tracy

„Wie ich die Dinge geregelt kriege“ – Selbstmanagement für den Alltag von David Allen

Ich hoffe, Du kannst das eine oder andere für Dich anwenden und Deinen Weg aus der Aufscheiberitis finden.
Das wichtigste aber ist, sich des Problems bewußt zu werden und es anzugehen. Bloß nicht Aufschieben!!!

Was machst Du, wenn Du gegen „Aufschieberitis“ kämpfst?

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Mit neuen Habits konsequent zum Ziel.

Habits waren nie mein Ding. Ganz ehrlich, ich war jahrelang sogar stolz darauf, keine Routinen zu haben. Jeder Tag sollte anders sein, immer spontan, bereit für das nächste Abenteuer. Natürlich gab es in meiner Kindheit regelmäßige Abläufe, aber ich hatte nicht das...