Wie Du Deinen Stundensatz berechnen kannst

Wie Du Deinen Stundensatz berechnen kannst

Den eigenen Preis anzusagen, fällt – insbesondere als Anfänger – schwer. Aber zuerst musst Du Deinen Preis überhaupt kennen und deshalb zeige Ich Dir, wie Du Deinen Stundensatz berechnen kannst.

Mir liegt dieses Thema wirklich sehr am Herzen, weil ich immer wieder Freelancer treffe, die für sehr geringe Stundensätze arbeiten und scheinbar nicht ahnen, was sie davon alles bezahlen müssen. Wenn Du nur das Geld verdienst, was Du zum Leben brauchst – also quasi von der Hand in den Mund – wird bald das böse Erwachen kommen. Ich will Dir keine Angst machen, aber auch Du musst irgendwann Steuern zahlen, Du wirst mal krank oder du brauchst mal eine längere Auszeit oder willst in Urlaub fahren. Damit Du ab sofort einen vernünftigen Stundensatz berechnest und Dich absichern kannst, zeige Ich Dir, wie Du Deinen Stundensatz berechnen kannst.

Hast Du Dich schon ein mal unter Deinem Wert verkauft?

Du hast zum Beispiel schon einige Jahre Berufserfahrung, eine bestimmte Spezialisierung und aussagekräftige Referenzen, aber Dein Auftraggeber will sehr viel weniger bezahlen, als Du normalerweise berechnest. Dann lautet hier auf jeden Fall die Frage an den Auftraggeber: „Auf was wollen Sie verzichten?“ – Du hast Deinen Preis und wenn er ihn nicht bezahlen will, dann kann er auch nicht die volle Leistung erwarten.

Ich mag da Beispiele aus dem Alltag. Zum Beispiel fragt man beim Bäcker auch nicht, ob es das Brot zum halben Preis gibt? In dem Falle würde der Bäcker vorschlagen, doch ein halbes Brot zu kaufen.

Mir ist das einmal passiert, das ein Kunde meinen Preis heruntergehandelt hat. Das konnte er nur, weil ich damals unbedingt einen – irgendeinen – Auftrag brauchte. Ich habe mich zum Dumping-Preis darauf eingelassen. Leider ist meine Motivation und Stimmung auch mit dem Preis gesunken. Das Risiko für den Kunden besteht in so einem Szenario darin, dass sich auch die Leistung dem Preis anpasst. Ich habe schon sehr auf die Qualität meiner Arbeit geachtet, nur an meiner Stimmung und Motivation für dieses Projekt konnte ich nichts ändern.

 

Die Denkweise „Lieber einen Auftrag für kleines Geld gar keinen Auftrag“ ist mit Sicherheit falsch.

  • Du machst Dich dadurch klein,
  • Dein normaler Stundensatz wirkt überhöht und lächerlich,
  • Du wirst als billige Arbeitskraft wahrgenommen und
  • Du beutest Dich an der Stelle selbst aus.

Das solltest Du unbedingt vermeiden.

Deshalb ist es wichtig, das Du Dir Deiner Leistung und Deines Preises bewußt bist. Preise werden präsentiert und nicht verhandelt.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten den eigenen Preis festzulegen.

Du kannst schauen, was Dein Wettbewerb als Stundensatz ansetzt, Du kannst recherchieren, was Deine Zielgruppe bereit ist zu bezahlen, Du fragst bei Deinem Berufsverband nach den üblichen Stundensätzen oder Du berechnest Deinen Preis.

In jedem Fall muss Dein Preis

  • marktgerecht sein,
  • auf Deine Zielgruppe abgestimmt sein,
  • auch Deinen eigenen Zielen gerecht werden und
  • Dir eine gewisse Sicherheit geben.

Eine Möglichkeit ist, den Stundensatz anhand der eigenen Ausgaben bzw. Kosten zu berechnen. Weisst Du eigentlich, ob du kostendeckend arbeitest? Nein? Dann zeige ich Dir gleich, wie Du das prüfen kannst!

Warum Du Deinen Stundensatz berechnen musst

Du musst in erster Linie Deine Ausgaben decken – von Gewinn ist da noch keine Rede – das heisst, wir schauen erst einmal, wieviel Du pro Monat mindestens verdienen musst, um Deine Ausgaben bezahlen zu können.

Deine Ausgaben umfassen grob diese Kategorien

  • Private Ausgaben für Deinen Lebensunterhalt
  • Geschäftliche Ausgaben, inkl. Büromiete, Telefon, Internet, etc.
  • Einkommenssteuer
  • Rücklagen für Urlaub und Krankheit

Wenn Du Deinen Mindest-Stundensatz – Deine absolute Untergrenze – berechnet hast, der Deine Ausgaben deckt, darfst Du Dich nicht unter diesen Stundensatz handeln lassen. Sonst zahlst Du drauf.

Liste deine Ausgaben auf, damit Du Deinen Stundensatz berechnen kannst

Um Deinen Stundensatz berechnen zu können, schaust Du durch Deine Kontoauszüge und schreibst alle Beträge der Ausgaben auf. Damit Dir die Arbeit leichter fällt, habe ich eine Google-Docs-Tabelle erstellt, in der Du alle Deine Ausgaben einträgst und mit der Du Deinen Stundensatz berechnen kannst.

Auf der ersten Seite der Tabelle trägst Du alle Positionen Deiner privaten Ausgaben ein. In der zweiten Tabelle tust Du das Gleiche für alle geschäftlichen und betriebsbezogenen Ausgaben.

Die Summen für Deine privaten und geschäftlichen Ausgaben werden an die Tabellenseite 3 übergeben. In dieser Tabelle gibt es 3 Möglichkeiten, wie Du Deinen Stundensatz berechnen kannst.

Die Tabellen sind so angelegt, dass sie die Ausgaben jeweils am unteren Tabellenrand als monatlichen Durchschnittswert ausgeben.

Liste für Deine privaten Ausgaben

Liste für Deine geschäftlichen und betrieblichen Ausgaben

Die Google-Tabelle für Dich!

Lade Dir die Google-Tabelle herunter. Damit kannst Du sofort loslegen und Deinen Stundensatz berechnen!

Faktoren, die Deinen Stundensatz beeinflussen

Welche Faktoren, außer Deinen durchschnittlichen monatlichen Ausgaben, brauchen wir noch, um Deinen Stundensatz berechnen zu können?

  • die Anzahl Deiner Arbeitstage pro Jahr
  • den Prozentsatz an nicht abrechenbaren Stunden – z.B. für interne und administrative Tätigkeiten
  • die Anzahl Deiner Arbeitsstunden pro Tag
  • den Prozentsatz für Deine Einkommenssteuer
  • den Prozentsatz für Deine Rücklagen für Urlaub, Krankheit u.ä.

Diese Faktoren sind alle in der Google-Doc-Tabelle berücksichtigt. Du füllst sie einfach mit Deinen Werten und wirst sehr klar sehen, wie hoch Dein Stundensatz sein muss, damit Deine Ausgaben bzw. Kosten gedeckt sind.

 

Es gibt 3 Berechnungsansätze, wie Du Deinen Stundensatz berechnen kannst.

  1. Stundensatz minimum – Ausgehend von den Deinen Kosten
  2. Stundensatz mit Gewinn – Ausgehend von den Arbeitsstunden
  3. Stundensatz ausgehend von Deinem finanziellen Ziel

Wie diese Tabelle genau funktioniert und wie Du ab sofort Deinen Stundensatz berechnen kannst, erkläre ich Dir im Video. Lade Dir zuvor noch die Google-Docs-Tabelle, damit Du alle Schritte im Video parallel nachvollziehen kannst.

Nun weisst Du, wie Du Deinen Stundensatz berechnen kannst. Ich hoffe, dass Dir dieses Wissen bei Deinem nächsten Projekt-Angebot hilft, das Geld zu verdienen, was Du wirklich brauchst.

Wie hast Du bisher Deinen Preis festgelegt? Erzähle mir davon in dem Kommentaren!

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Wie Du Deinen Stundensatz berechnen kannst

Den eigenen Preis anzusagen, fällt - insbesondere als Anfänger - schwer. Aber zuerst musst Du Deinen Preis überhaupt kennen und deshalb zeige Ich Dir, wie Du Deinen Stundensatz berechnen kannst. Mir liegt dieses Thema wirklich sehr am Herzen, weil ich immer wieder...

Ich will nicht mehr

Keine Angst, „Ich will nicht mehr“ ist kein Abschiedsbrief. Kein Ende, sondern – zumindest für mich – ein neuer Anfang. In den letzten Wochen und Monaten habe ich über Produktivität und das Erreichen von Zielen geschrieben. Heute möchte einmal etwas persönlicher …

Mit neuen Habits konsequent zum Ziel.

Habits waren nie mein Ding. Ganz ehrlich, ich war jahrelang sogar stolz darauf, keine Routinen zu haben. Jeder Tag sollte anders sein, immer spontan, bereit für das nächste Abenteuer. Natürlich gab es in meiner Kindheit regelmäßige Abläufe, aber ich hatte nicht das...

Ich will nicht mehr

Ich will nicht mehr

Keine Angst, „Ich will nicht mehr“ ist kein Abschiedsbrief. Kein Ende, sondern – zumindest für mich – ein neuer Anfang. In den letzten Wochen und Monaten habe ich über Produktivität und das Erreichen von Zielen geschrieben. Heute möchte einmal etwas persönlicher werden und Dir einen Einblick in eines meiner Ziele geben.

Dabei musst Du wissen, Freiheit ist für mich extrem wichtig.

 

Dazu ein kurzer Ausritt in die Vergangenheit

Noch vor 10 Jahren besaß ich ein Haus mit ca. 350 qm Fläche, nach der Trennung von meinem damaligen Mann zog ich in eine Potsdamer Wohnung mit 100 qm und ohne Keller. Ehrlich gesagt, weiss ich nicht mehr genau, wie ich alles untergebracht habe. Einiges hatte ich aber eine Weile bei meinen Eltern untergestellt.

Einige Jahre später zog ich in eine kleinere Wohnung mit nur 70qm. Hier hatte ich wenigstens eine kleine Abstellkammer. Vor fast genau 3 Jahren zog ich mit meinem lieben Fast-Mann Michael in unsere erste gemeinsame Wohnung in Berlin-Dahlem. Hier teilen wir uns nun knapp 90 qm – für mich also rechnerisch nur noch 45 qm Fläche für meine Habseligkeiten.

 

Ich will nicht mehr - Über mein Vorhaben meinen Besitzen auf den Inhalt von 2 Koffern zu reduzieren.

 

Als wir damals hier unsere Kisten abstellten, trafen zwei vollausgestattete Haushalte aufeinander. Wir hatten alles doppelt, teilweise sogar 3-fach – wie unsere Knoblauchpressen. Da der Mann Zahnarzt ist und nur äusserst selten Knoblauch isst, flogen alle 3 Pressen weg. Nach und nach sortierten wir aus, verkauften und verschenkten die überflüssigen Dinge. Obwohl unsere Wohnung nun klar und ordentlich ist, gibt es immer noch Spielraum für Reduzierung.

Und damit genug der Vorrede.

 

Ich lese seit Jahren Bücher zum Thema Minimalismus, Aufräumen und reduziertem Lebensstil. Ich empfinde beim Lesen ein Gefühl von der Sehnsucht nach Freiheit und Ungebundenheit. Meine Erkenntnis nach all den Erfahrungen – Besitz bindet.

Als ich nun vor kurzem 3 herrliche Wochen auf der Yacht meiner Eltern verbrachte, hatte ich nur 15 Kilo Gepäck dabei. Und als mir bewußt wurde, wie wenig ich wirklich brauche, dass ich also mit dem Inhalt einer mittelgroßen Reisetasche 3 Wochen auskomme (und sicher auch noch länger ausgekommen wäre), hat mich das meinem Reduktionsgedanken wieder ein Stück näher gebracht.

Mir gefiel die Vorstellung immer mehr, nur noch das zu besitzen, was ich wirklich brauche und das befand sich in meiner Reisetasche. Faszinierend.

Es entwickelte sich für mich ein Wunsch, der zu einem Ziel wurde und ich hab das Glück, das der Mann die Idee vom reduzierten Besitz genauso interessant fand und findet, wie ich.

 

Wie sieht also mein Ziel aus?

Ich möchte nur noch soviel besitzen, wie in zwei große Koffer passt. Ich will nicht mehr. Mit zwei Koffern kann ich leicht umziehen und reisen. Die Koffer werden also die Schablone für meinen Besitz sein. Was nicht reinpasst, muss weg.

Diesen Zustand möchte ich, bzw. möchten wir bis Ende 2018 erreicht haben. Jeder zwei Koffer – sonst nix.

Das wichtigste bei einem solchen radikalen Vorhaben, ist meiner Ansicht nach das Mindset. Das „haben-wollen“ muss weichen. Ich sehe das als Prozess. Denn natürlich liebe ich Möbel, Klamotten und Deko. Aber ab sofort will ich nicht mehr Kerzen und Servietten, kein Schnick-Schnack – meine ganz persönliche Challenge.

 

Ich will nicht mehr mehr.

Mehr haben zu wollen und immer das neuste Gadget in der Tasche ist ein gesellschaftlicher Trend, bei dem ich ganz in der ersten Reihe marschiert bin. Meine Freunde wussten, wenn es etwas Neues von Apple gab, war klar, dass ich die Erste war, die es hatte. Apple hatte eine unbändige Anziehungskraft auf mich, Steve hatte mich am Haken.

Mit dem Thema bin ich schon auf einem ganz guten Weg. Ich bin ruhiger geworden, genügsamer und vernünftiger.

Nähen mit der Nähmaschine war mal mein geliebtes Hobby, ein Hobby mit viel Volumen. Taschen voller schwerer Stoffe füllten meine Schränke. Anfang des Jahres machte ich einen für mich großen Schritt und gab die gesamte Ausstattung meiner lieben Stieftochter Nele, die hoffentlich damit bald Großes vollbringt.

 

Ich will nicht mehr shoppen.

Auch Möbel, Deko und Klamotten habe ich in großem Stil eingekauft. Ich war der Meinung, es würde mich glücklich machen.

Bei einem Anflug von Lust auf Shopping, denke ich nun an die zwei Koffer und der Fall ist erledigt.

Die Entscheidung tatsächlich etwas Notwendiges zu kaufen – Geld gegen ein Produkt zu tauschen – findet nun schon sehr viel bewusster statt. Ich will ja nicht meine Sachen weggeben, um neu zu kaufen. Ich will nicht mehr. Also denke ich immer schön an die zwei Koffer.

 

Ich will nicht mehr sammeln.

In den letzten 3 Jahren habe ich schon sehr viel bei eBay und eBay Kleinanzeigen verkauft und viele Leute glücklich gemacht. Jetzt starte ich in die nächste Runde. Ich besitze beispielsweise viele Stempel und entsprechendes Zubehör, wie einen Heissluftföhn, mit dem man 3D-Effekte zaubern kann. Eigentlich cool, aber so richtig Zeit für solche Dinge hatte ich nie. Also weg damit.

Ein weiterer größerer Posten ist auch meine Weihnachts-Deko, tausende Kugeln und Schnick-Schnack, die zum kommenden Weihnachtsfest eine neue Besitzerin haben wird.

Bücher habe ich letztes Jahr schon einmal aussortiert, aber auch hier starte ich eine neue Runde und verkaufe unsere Bücher an momox. Wenn wir neue Bücher kaufen, kaufen wir sie – wenn möglich – als eBooks. Ich habe hunderte Bücher auf meinem iPad und kann jeder Zeit darauf zugreifen. Auch unterwegs ein unschlagbarer Vorteil.

 

Ich will nicht mehr haben

Ich besitze seit 2009 kein eigenes Auto mehr. Was damals eine finanzielle Entscheidung war, ist heute eine logische Schlussfolgerung. Was ich nicht permanent brauche, kann ich bei Bedarf leihen. Autos, Fahrräder, Boote, Häuser – alles kann ich leihen und nutzen, solange ich mag. Ich habe keine dauerhaften Verpflichtungen und auch keine laufenden Kosten. Echt perfekt.

 

Ich will nicht mehr lokal sein.

Aber was soll das jetzt mit den zwei Koffern, fragst Du jetzt vielleicht. – Gute Frage.

Den Traum, Deutschland zu verlassen – zumindest zeitweise – hatte ich schon mit Anfang 20. Der Hintergrund dieser extremen Reduzierung meines Besitzes ist Mobilität und Flexibilität. Ich möchte überall hinreisen können. Die nächsten Jahre bleibe ich aber noch in der Nähe. Ich stelle mir aber vor, keine normale Mietwohnung mehr zu haben, sondern in möblierten Appartments zu wohnen.

Mit nur zwei Koffern kann ich sein, wo immer ich sein will. Ich bin Freelancer und liebe die Freiheit. Ich muss weg können, wenn ich es will. Und diese Möglichkeit will ich mir und uns schaffen.

Ich bin gespannt auf dieses Abenteuer und habe beschlossen, hier auf meinem Blog diesen Prozess zu begleiten und zu dokumentieren und Dich daran teilhaben zulassen.

Liebe Grüße,
Karen

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Wie Du Deinen Stundensatz berechnen kannst

Den eigenen Preis anzusagen, fällt - insbesondere als Anfänger - schwer. Aber zuerst musst Du Deinen Preis überhaupt kennen und deshalb zeige Ich Dir, wie Du Deinen Stundensatz berechnen kannst. Mir liegt dieses Thema wirklich sehr am Herzen, weil ich immer wieder...

Ich will nicht mehr

Keine Angst, „Ich will nicht mehr“ ist kein Abschiedsbrief. Kein Ende, sondern – zumindest für mich – ein neuer Anfang. In den letzten Wochen und Monaten habe ich über Produktivität und das Erreichen von Zielen geschrieben. Heute möchte einmal etwas persönlicher …

Mit neuen Habits konsequent zum Ziel.

Habits waren nie mein Ding. Ganz ehrlich, ich war jahrelang sogar stolz darauf, keine Routinen zu haben. Jeder Tag sollte anders sein, immer spontan, bereit für das nächste Abenteuer. Natürlich gab es in meiner Kindheit regelmäßige Abläufe, aber ich hatte nicht das...

Schreibtisch leer. So einfach gehts.

Schreibtisch leer. So einfach gehts.

Schau‘ Dich mal um, ist Dein Schreibtisch leer? Wahrscheinlich nicht, sonst hättest Du diesen Artikel nicht angeklickt!

Während der Arbeit füllt sich der Schreibtisch zunehmend mit Papier, unbearbeiteter Post, gelben Zetteln, Stiften und anderem Kleinkram. Leider stört mich das sehr bei der Konzentration auf mein aktuelles Thema. Alles, was herumliegt, hat das Potenzial abzulenken.
Also räum‘ jetzt auf und schaffe Dir den Arbeitsplatz, der Dich unterstützt, produktiv zu sein.
Der leere Schreibtisch ist wichtig für den Erfolg Deiner Arbeit.

So wird Dein Schreibtisch leer – in 6 Schritten.

Alles vom Schreibtisch entfernen, was nicht gebraucht wird, so dass nur der Computer, Mouse und Tastatur zu sehen sind.
Alle Dinge, wie Stifte, Tacker und Post-its® finden für den schnellen Zugriff in der obersten Schublade platz.
Projektakten, an denen zur Zeit gearbeitet wird, liegen in der zweiten Schublade. Nur die Akte, die im Moment bearbeitet wird, kann auf den Tisch gelegt werden. Nach Fertigstellung wird die Akte wieder an ihren Archiv-Platz zurück gestellt.
Alle Papiere, die sich ansammeln, werden gesichtet, dann eingeordnet oder sofort weggeworfen.
Notizen und Ideen werden nicht auf Zettel geschrieben, sondern in ein Notizbuch.
Damit der Arbeitsplatz jeden Tag so aussieht, wird immer alles sofort wieder an seinen Platz zurückgelegt.
Randnotiz: Punkt 3 fällt bei mir weg, da ich nahezu papierlos arbeite.

Wenn Du diese Punkte beherzigst, bleibt Dein Schreibtisch leer. Für immer.

Lektüre für den leeren Schreibtisch

Für die weitere Vertiefung des Themas empfehle ich die folgende Lektüre. Marie Kondo beispielsweise beschäftigt sich schon seit Ihrer Kindheit mit dem Aufräumen und Reduzieren. Ihre erprobten Methoden – und die der anderen Autoren – haben mich motiviert, diesem Weg zu gehen.

Blogs

www.minimalismus-leben.de
www.schlichtheit.com
www.becomingminimalist.com

Bücher

Für immer aufgeräumt. Zwanzig Prozent mehr Effizienz im Büro* von Jürgen Kurz

Für immer aufgeräumt – auch digital: So meistern Sie E-Mail-Flut und Datenchaos* von Jürgen Kurz

„Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags*“ von Karen Kingsten

„Magic Cleaning: Wie richtiges Aufräumen Ihr Leben verändert*“ von Marie Kondo

„The Joy of Less, A Minimalist Living Guide: How to Declutter, Organize, and Simplify Your Life*“ von Francine Jay

Natürlich empfehle ich die Bücher umweltschonend und minimalistisch als eBooks zu lesen.

Wie sieht Deine Arbeitsumgebung aus? Magst Du das kreative Chaos oder eher den leeren Schreibtisch? Räumst Du jeden Abend Deinen Tisch auf oder nur, wenn Du nichts mehr findest? Ich bin gespannt auf Deine kleine Geschichte hier in den Kommentaren.

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