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MINIMALISMUS

Minimalistisch leben – ein Update

MINIMALISMUS

Hier war es ja sehr still seit meinem letzten Artikel „Ich will nicht mehr“. Trotzdem ist es weiter gegangen auf dem Weg zu meinem idealen minimalistischen Leben.

Ich habe Unmengen von Kleidung, Taschen und Schuhe weggegeben, viele technische Geräte entsorgt und wie im Fall meines Druckers in ein ganz kleines Modell Ricoh SP 150* eingetauscht.

Von meiner Stempel-Sammlung und der gesamten Weihnachtsdeko habe ich mich getrennt. Ich muss allerdings zugeben, dass das nicht einfach war. Es brauchte immer wieder neue Anläufe, um Klarheit – erstmal im Kopf und dann in den Dingen – zu schaffen.

Wenn mir die Motivation ausging, schaute ich Videos bei Youtube von Minimalisten bzw. Leuten, die es auch werden wollten und sich auch von Mari Kondos Buch „Magic Cleaning*“ inspiriert auf den Weg machten, ihr Leben zu entrümpeln.

Diese Inspiration half mir sehr, realistisch einzuschätzen, was ich wirklich in meinem Leben brauche – materiell und spirituell. Letztlich ist es wirklich sehr wenig, was übrig bleiben kann.

Tatsächlich bin ich immer noch weit davon entfernt, all meine Habseligkeiten in zwei Koffern verstauen zu können. Leider ist es immer noch zu viel. Aber ich komme einem minimalistischen Leben Schritt für Schritt näher.

Die Idee für mein minimalistisches Leben

Bisher dachte ich für meine Zukunft an ein mobiles Leben in möblierten Appartements. Seit Ende letzten Jahres habe ich eine andere Idee in mein Herz geschlossen. Ich bin nicht mehr so ganz jung, obwohl ich mich noch nie älter gefühlt habe, als 25. Dennoch muss man ja doch irgendwann einmal der Realität ins faltige Auge sehen und etwas für die Altersvorsorge tun.

Mit ein wenig Panik durchleuchtete ich unsere finanzielle Lage, wie ich es in größeren Abständen seit einigen Jahren tue. Ich fragte mich, ob wir tatsächlich in 20 Jahren immer noch eine so hohe Miete und sämtliche Begleitkosten zahlen wollen und vor allem auch können.

Ich packe hier mal die Tatschen auf den Tisch: Ich war nur während meiner Studienzeit und später noch einmal 3 Jahre angestellt und damit rentenversichert. Die Deutschen Rentenversicherung schickt mir jährlich meinen zu erwartenden Rentenbetrag. Aktuell sind es ca. 400€ monatlich ab meinem 67. Lebensjahr. Autsch!

Also machte ich mich auf die Suche nach Ideen und Konzepten für mein weiteres Leben. Auch hier ist Youtube wieder eine wunderbare Quelle.

Lange hat meine Suche nicht gedauert, da fiel mir die Tiny House Bewegung auf. In Amerika, Neuseeland und Australien schon lange – aber besonders seit der Immobilienkrise – ein Wahnsinnstrend, der nun auch ganz langsam nach Deutschland kommt.

Tiny Houses sind Häuser mit einer sehr kleinen Grundfläche, oft mit Loft und manchmal mobil auf Rädern. Die Dinger hatten es mir angetan! Ich schaute alle Videos, die es auf Youtube zu dem Thema gab und stand total in Flammen.

So ein kleines Haus würde mein Miet-Problem relativ schnell lösen, da die Anschaffungskosten vergleichsweise niedrig sind.

Also ist der Plan nun, in den nächsten Monaten diese Idee zu konkretisieren, erste Pläne zu zeichnen und ein Grundstück zu suchen. Whow!

Ein erster großer Schritt

Da in so ein Tiny House wirklich nur das Nötigste passt, haben wir einen Zwischenschritt für unsere Minimalismus-Reise eingefügt. Wir sind umgezogen! Die neue Wohnung hat nun nur noch 2 Zimmer auf ca. 60qm.

Während der Umzugsvorbereitung haben wir noch einmal radikal aussortiert und haben dann unseren Umzug in nur 3 Stunden erledigt. Von 5 Umzugskisten, die wir hatten, haben wir nur 3 gebraucht. Auch die Möbel hatten wir vorher aussortiert und weggeben, was wir nicht mehr brauchten. Mein gesamtes Büro ist dem Minimalismus zum Opfer gefallen. Die wenigen Dinge, die ich zum Arbeiten brauche finden nun Platz in einem Sekretär, dessen Tischplatte klappbar ist und damit auch mal Feierabend sein kann.

Nun haben wir eine Vorstellung von den Dingen, die wir brauchen, obwohl wir auch immer noch Sachen entdecken, die auch jetzt noch die kleine Wohnung verlassen werden. Ich liebe diesen Prozess, sich bewußt mit dem Besitz auseinanderzusetzen und zu reflektieren, warum die Dinge in meinem Leben sind. Mit der Erkenntnis kann ich vieles gehen lassen.

Minimalistisch Leben ist meine Zukunftsvision

Was ich über viele Jahre angehäuft habe, muss nun langsam wieder den Weg aus meinem Leben finden. 

Begleite mich auf diesem Weg zu einem materiell reduzierten aber reicherem Leben. 

Ganz liebe Grüße,

* Die Seite enthält Empfehlungslinks - mehr Infos dazu.

Mein Name ist Karen Unfug, ich bin seit 20 Jahren freiberuflich als Designer, Konzepter und IA/UX Expert tätig.

Ich zeige Dir als Unternehmer, wie Du mit einer klaren Positionierung und einem einzigartigen Erscheinungsbild – vom Branding bis zur Website, die Kunden erreichst, mit denen Du gerne zusammenarbeitest und so mit Leichtigkeit Deine Umsätze steigerst.

Auf meinem Blog schreibe ich darüber, wie Du Dir Schritt für Schritt ein profitables Freelance-Business aufbaust.

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Minimalistisch leben – ein Update

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Ich will nicht mehr

Keine Angst, „Ich will nicht mehr“ ist kein Abschiedsbrief. Kein Ende, sondern – zumindest für mich – ein neuer Anfang. In den letzten Wochen und Monaten habe ich über Produktivität und das Erreichen von Zielen geschrieben. Heute möchte einmal etwas persönlicher …

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Ich will nicht mehr

MINIMALISMUS

Keine Angst, „Ich will nicht mehr“ ist kein Abschiedsbrief. Kein Ende, sondern – zumindest für mich – ein neuer Anfang. In den letzten Wochen und Monaten habe ich über Produktivität und das Erreichen von Zielen geschrieben. Heute möchte einmal etwas persönlicher werden und Dir einen Einblick in eines meiner Ziele geben.

Dabei musst Du wissen, Freiheit ist für mich extrem wichtig.

Dazu ein kurzer Ausritt in die Vergangenheit

Noch vor 10 Jahren besaß ich ein Haus mit ca. 350 qm Fläche, nach der Trennung von meinem damaligen Mann zog ich in eine Potsdamer Wohnung mit 100 qm und ohne Keller. Ehrlich gesagt, weiss ich nicht mehr genau, wie ich alles untergebracht habe. Einiges hatte ich aber eine Weile bei meinen Eltern untergestellt.

Einige Jahre später zog ich in eine kleinere Wohnung mit nur 70qm. Hier hatte ich wenigstens eine kleine Abstellkammer. Vor fast genau 3 Jahren zog ich mit meinem lieben Fast-Mann Michael in unsere erste gemeinsame Wohnung in Berlin-Dahlem. Hier teilen wir uns nun knapp 90 qm – für mich also rechnerisch nur noch 45 qm Fläche für meine Habseligkeiten.

Als wir damals hier unsere Kisten abstellten, trafen zwei vollausgestattete Haushalte aufeinander. Wir hatten alles doppelt, teilweise sogar 3-fach – wie unsere Knoblauchpressen. Da der Mann Zahnarzt ist und nur äusserst selten Knoblauch isst, flogen alle 3 Pressen weg. Nach und nach sortierten wir aus, verkauften und verschenkten die überflüssigen Dinge. Obwohl unsere Wohnung nun klar und ordentlich ist, gibt es immer noch Spielraum für Reduzierung.

Und damit genug der Vorrede.

Ich lese seit Jahren Bücher zum Thema Minimalismus, Aufräumen und reduziertem Lebensstil. Ich empfinde beim Lesen ein Gefühl von der Sehnsucht nach Freiheit und Ungebundenheit. Meine Erkenntnis nach all den Erfahrungen – Besitz bindet.

Als ich nun vor kurzem 3 herrliche Wochen auf der Yacht meiner Eltern verbrachte, hatte ich nur 15 Kilo Gepäck dabei. Und als mir bewußt wurde, wie wenig ich wirklich brauche, dass ich also mit dem Inhalt einer mittelgroßen Reisetasche 3 Wochen auskomme (und sicher auch noch länger ausgekommen wäre), hat mich das meinem Reduktionsgedanken wieder ein Stück näher gebracht.

Mir gefiel die Vorstellung immer mehr, nur noch das zu besitzen, was ich wirklich brauche und das befand sich in meiner Reisetasche. Faszinierend.

Es entwickelte sich für mich ein Wunsch, der zu einem Ziel wurde und ich hab das Glück, das der Mann die Idee vom reduzierten Besitz genauso interessant fand und findet, wie ich.

Ich will nicht mehr mehr.

Mehr haben zu wollen und immer das neuste Gadget in der Tasche ist ein gesellschaftlicher Trend, bei dem ich ganz in der ersten Reihe marschiert bin. Meine Freunde wussten, wenn es etwas Neues von Apple gab, war klar, dass ich die Erste war, die es hatte. Apple hatte eine unbändige Anziehungskraft auf mich, Steve hatte mich am Haken.

Mit dem Thema bin ich schon auf einem ganz guten Weg. Ich bin ruhiger geworden, genügsamer und vernünftiger.

Nähen mit der Nähmaschine war mal mein geliebtes Hobby, ein Hobby mit viel Volumen. Taschen voller schwerer Stoffe füllten meine Schränke. Anfang des Jahres machte ich einen für mich großen Schritt und gab die gesamte Ausstattung meiner lieben Stieftochter Nele, die hoffentlich damit bald Großes vollbringt.

Ich will nicht mehr shoppen.

Auch Möbel, Deko und Klamotten habe ich in großem Stil eingekauft. Ich war der Meinung, es würde mich glücklich machen.

Bei einem Anflug von Lust auf Shopping, denke ich nun an die zwei Koffer und der Fall ist erledigt.

Die Entscheidung tatsächlich etwas Notwendiges zu kaufen – Geld gegen ein Produkt zu tauschen – findet nun schon sehr viel bewusster statt. Ich will ja nicht meine Sachen weggeben, um neu zu kaufen. Ich will nicht mehr. Also denke ich immer schön an die zwei Koffer.

Ich will nicht mehr sammeln.

In den letzten 3 Jahren habe ich schon sehr viel bei eBay und eBay Kleinanzeigen verkauft und viele Leute glücklich gemacht. Jetzt starte ich in die nächste Runde. Ich besitze beispielsweise viele Stempel und entsprechendes Zubehör, wie einen Heissluftföhn, mit dem man 3D-Effekte zaubern kann. Eigentlich cool, aber so richtig Zeit für solche Dinge hatte ich nie. Also weg damit.

Ein weiterer größerer Posten ist auch meine Weihnachts-Deko, tausende Kugeln und Schnick-Schnack, die zum kommenden Weihnachtsfest eine neue Besitzerin haben wird.

Bücher habe ich letztes Jahr schon einmal aussortiert, aber auch hier starte ich eine neue Runde und verkaufe unsere Bücher an momox. Wenn wir neue Bücher kaufen, kaufen wir sie – wenn möglich – als eBooks. Ich habe hunderte Bücher auf meinem iPad und kann jeder Zeit darauf zugreifen. Auch unterwegs ein unschlagbarer Vorteil.

Ich will nicht mehr haben

Ich besitze seit 2009 kein eigenes Auto mehr. Was damals eine finanzielle Entscheidung war, ist heute eine logische Schlussfolgerung. Was ich nicht permanent brauche, kann ich bei Bedarf leihen. Autos, Fahrräder, Boote, Häuser – alles kann ich leihen und nutzen, solange ich mag. Ich habe keine dauerhaften Verpflichtungen und auch keine laufenden Kosten. Echt perfekt.

Ich will nicht mehr lokal sein.

Aber was soll das jetzt mit den zwei Koffern, fragst Du jetzt vielleicht. – Gute Frage.

Den Traum, Deutschland zu verlassen – zumindest zeitweise – hatte ich schon mit Anfang 20. Der Hintergrund dieser extremen Reduzierung meines Besitzes ist Mobilität und Flexibilität. Ich möchte überall hinreisen können. Die nächsten Jahre bleibe ich aber noch in der Nähe. Ich stelle mir aber vor, keine normale Mietwohnung mehr zu haben, sondern in möblierten Appartments zu wohnen.

Mit nur zwei Koffern kann ich sein, wo immer ich sein will. Ich bin Freelancer und liebe die Freiheit. Ich muss weg können, wenn ich es will. Und diese Möglichkeit will ich mir und uns schaffen.

Ich bin gespannt auf dieses Abenteuer und habe beschlossen, hier auf meinem Blog diesen Prozess zu begleiten und zu dokumentieren und Dich daran teilhaben zulassen.

Liebe Grüße,
Karen

Mein Name ist Karen Unfug, ich bin seit 20 Jahren freiberuflich als Designer, Konzepter und IA/UX Expert tätig.

Ich zeige Dir als Unternehmer, wie Du mit einer klaren Positionierung und einem einzigartigen Erscheinungsbild – vom Branding bis zur Website, die Kunden erreichst, mit denen Du gerne zusammenarbeitest und so mit Leichtigkeit Deine Umsätze steigerst.

Auf meinem Blog schreibe ich darüber, wie Du Dir Schritt für Schritt ein profitables Freelance-Business aufbaust.

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Schreibtisch leer. So einfach gehts.

Schau‘ Dich mal um, ist Dein Schreibtisch leer? Wahrscheinlich nicht, sonst hättest Du diesen Artikel nicht angeklickt!

Während der Arbeit füllt sich der Schreibtisch zunehmend mit Papier, unbearbeiteter Post, gelben Zetteln, Stiften und anderem Kleinkram. Leider stört mich das sehr bei der Konzentration auf mein aktuelles Thema. Alles, was herumliegt, hat das Potenzial abzulenken.
Also räum‘ jetzt auf und schaffe Dir den Arbeitsplatz, der Dich unterstützt, produktiv zu sein.
Der leere Schreibtisch ist wichtig für den Erfolg Deiner Arbeit.

So wird Dein Schreibtisch leer – in 6 Schritten.

Alles vom Schreibtisch entfernen, was nicht gebraucht wird, so dass nur der Computer, Mouse und Tastatur zu sehen sind.
Alle Dinge, wie Stifte, Tacker und Post-its® finden für den schnellen Zugriff in der obersten Schublade platz.
Projektakten, an denen zur Zeit gearbeitet wird, liegen in der zweiten Schublade. Nur die Akte, die im Moment bearbeitet wird, kann auf den Tisch gelegt werden. Nach Fertigstellung wird die Akte wieder an ihren Archiv-Platz zurück gestellt.
Alle Papiere, die sich ansammeln, werden gesichtet, dann eingeordnet oder sofort weggeworfen.
Notizen und Ideen werden nicht auf Zettel geschrieben, sondern in ein Notizbuch.
Damit der Arbeitsplatz jeden Tag so aussieht, wird immer alles sofort wieder an seinen Platz zurückgelegt.
Randnotiz: Punkt 3 fällt bei mir weg, da ich nahezu papierlos arbeite.

Wenn Du diese Punkte beherzigst, bleibt Dein Schreibtisch leer. Für immer.

Lektüre für den leeren Schreibtisch

Für die weitere Vertiefung des Themas empfehle ich die folgende Lektüre. Marie Kondo beispielsweise beschäftigt sich schon seit Ihrer Kindheit mit dem Aufräumen und Reduzieren. Ihre erprobten Methoden – und die der anderen Autoren – haben mich motiviert, diesem Weg zu gehen.

Blogs

www.minimalismus-leben.de
www.schlichtheit.com
www.becomingminimalist.com

Bücher

Für immer aufgeräumt. Zwanzig Prozent mehr Effizienz im Büro** von Jürgen Kurz

Für immer aufgeräumt – auch digital: So meistern Sie E-Mail-Flut und Datenchaos* von Jürgen Kurz

„Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags*“ von Karen Kingsten

„Magic Cleaning: Wie richtiges Aufräumen Ihr Leben verändert*“ von Marie Kondo

„The Joy of Less, A Minimalist Living Guide: How to Declutter, Organize, and Simplify Your Life*“ von Francine Jay

Natürlich empfehle ich die Bücher umweltschonend und minimalistisch als eBooks zu lesen.

Wie sieht Deine Arbeitsumgebung aus? Magst Du das kreative Chaos oder eher den leeren Schreibtisch? Räumst Du jeden Abend Deinen Tisch auf oder nur, wenn Du nichts mehr findest? Ich bin gespannt auf Deine kleine Geschichte hier in den Kommentaren.

*Dieser Artikel enthält Empfehlungslinks

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Für den Bullet Journal Start brauchst Du nicht viel - nur ein Notizbuch und einen Stift. Es geht im Grunde darum, alles was Dich beschäftigt - Ideen, Aufgaben, Projekte und Termine - in diesem Notizbuch festzuhalten. Ich empfehle vor dem ersten Strich in Deinem neuen...

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