Wie Du Deinen Stundensatz berechnen kannst

Wie Du Deinen Stundensatz berechnen kannst

Den eigenen Preis anzusagen, fällt – insbesondere als Anfänger – schwer. Aber zuerst musst Du Deinen Preis überhaupt kennen und deshalb zeige Ich Dir, wie Du Deinen Stundensatz berechnen kannst.

Mir liegt dieses Thema wirklich sehr am Herzen, weil ich immer wieder Freelancer treffe, die für sehr geringe Stundensätze arbeiten und scheinbar nicht ahnen, was sie davon alles bezahlen müssen. Wenn Du nur das Geld verdienst, was Du zum Leben brauchst – also quasi von der Hand in den Mund – wird bald das böse Erwachen kommen. Ich will Dir keine Angst machen, aber auch Du musst irgendwann Steuern zahlen, Du wirst mal krank oder du brauchst mal eine längere Auszeit oder willst in Urlaub fahren. Damit Du ab sofort einen vernünftigen Stundensatz berechnest und Dich absichern kannst, zeige Ich Dir, wie Du Deinen Stundensatz berechnen kannst.

Hast Du Dich schon ein mal unter Deinem Wert verkauft?

Du hast zum Beispiel schon einige Jahre Berufserfahrung, eine bestimmte Spezialisierung und aussagekräftige Referenzen, aber Dein Auftraggeber will sehr viel weniger bezahlen, als Du normalerweise berechnest. Dann lautet hier auf jeden Fall die Frage an den Auftraggeber: „Auf was wollen Sie verzichten?“ – Du hast Deinen Preis und wenn er ihn nicht bezahlen will, dann kann er auch nicht die volle Leistung erwarten.

Ich mag da Beispiele aus dem Alltag. Zum Beispiel fragt man beim Bäcker auch nicht, ob es das Brot zum halben Preis gibt? In dem Falle würde der Bäcker vorschlagen, doch ein halbes Brot zu kaufen.

Mir ist das einmal passiert, das ein Kunde meinen Preis heruntergehandelt hat. Das konnte er nur, weil ich damals unbedingt einen – irgendeinen – Auftrag brauchte. Ich habe mich zum Dumping-Preis darauf eingelassen. Leider ist meine Motivation und Stimmung auch mit dem Preis gesunken. Das Risiko für den Kunden besteht in so einem Szenario darin, dass sich auch die Leistung dem Preis anpasst. Ich habe schon sehr auf die Qualität meiner Arbeit geachtet, nur an meiner Stimmung und Motivation für dieses Projekt konnte ich nichts ändern.

 

Die Denkweise „Lieber einen Auftrag für kleines Geld gar keinen Auftrag“ ist mit Sicherheit falsch.

  • Du machst Dich dadurch klein,
  • Dein normaler Stundensatz wirkt überhöht und lächerlich,
  • Du wirst als billige Arbeitskraft wahrgenommen und
  • Du beutest Dich an der Stelle selbst aus.

Das solltest Du unbedingt vermeiden.

Deshalb ist es wichtig, das Du Dir Deiner Leistung und Deines Preises bewußt bist. Preise werden präsentiert und nicht verhandelt.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten den eigenen Preis festzulegen.

Du kannst schauen, was Dein Wettbewerb als Stundensatz ansetzt, Du kannst recherchieren, was Deine Zielgruppe bereit ist zu bezahlen, Du fragst bei Deinem Berufsverband nach den üblichen Stundensätzen oder Du berechnest Deinen Preis.

In jedem Fall muss Dein Preis

  • marktgerecht sein,
  • auf Deine Zielgruppe abgestimmt sein,
  • auch Deinen eigenen Zielen gerecht werden und
  • Dir eine gewisse Sicherheit geben.

Eine Möglichkeit ist, den Stundensatz anhand der eigenen Ausgaben bzw. Kosten zu berechnen. Weisst Du eigentlich, ob du kostendeckend arbeitest? Nein? Dann zeige ich Dir gleich, wie Du das prüfen kannst!

Warum Du Deinen Stundensatz berechnen musst

Du musst in erster Linie Deine Ausgaben decken – von Gewinn ist da noch keine Rede – das heisst, wir schauen erst einmal, wieviel Du pro Monat mindestens verdienen musst, um Deine Ausgaben bezahlen zu können.

Deine Ausgaben umfassen grob diese Kategorien

  • Private Ausgaben für Deinen Lebensunterhalt
  • Geschäftliche Ausgaben, inkl. Büromiete, Telefon, Internet, etc.
  • Einkommenssteuer
  • Rücklagen für Urlaub und Krankheit

Wenn Du Deinen Mindest-Stundensatz – Deine absolute Untergrenze – berechnet hast, der Deine Ausgaben deckt, darfst Du Dich nicht unter diesen Stundensatz handeln lassen. Sonst zahlst Du drauf.

Liste deine Ausgaben auf, damit Du Deinen Stundensatz berechnen kannst

Um Deinen Stundensatz berechnen zu können, schaust Du durch Deine Kontoauszüge und schreibst alle Beträge der Ausgaben auf. Damit Dir die Arbeit leichter fällt, habe ich eine Google-Docs-Tabelle erstellt, in der Du alle Deine Ausgaben einträgst und mit der Du Deinen Stundensatz berechnen kannst.

Auf der ersten Seite der Tabelle trägst Du alle Positionen Deiner privaten Ausgaben ein. In der zweiten Tabelle tust Du das Gleiche für alle geschäftlichen und betriebsbezogenen Ausgaben.

Die Summen für Deine privaten und geschäftlichen Ausgaben werden an die Tabellenseite 3 übergeben. In dieser Tabelle gibt es 3 Möglichkeiten, wie Du Deinen Stundensatz berechnen kannst.

Die Tabellen sind so angelegt, dass sie die Ausgaben jeweils am unteren Tabellenrand als monatlichen Durchschnittswert ausgeben.

Liste für Deine privaten Ausgaben

Liste für Deine geschäftlichen und betrieblichen Ausgaben

Die Google-Tabelle für Dich!

Lade Dir die Google-Tabelle herunter. Damit kannst Du sofort loslegen und Deinen Stundensatz berechnen!

Faktoren, die Deinen Stundensatz beeinflussen

Welche Faktoren, außer Deinen durchschnittlichen monatlichen Ausgaben, brauchen wir noch, um Deinen Stundensatz berechnen zu können?

  • die Anzahl Deiner Arbeitstage pro Jahr
  • den Prozentsatz an nicht abrechenbaren Stunden – z.B. für interne und administrative Tätigkeiten
  • die Anzahl Deiner Arbeitsstunden pro Tag
  • den Prozentsatz für Deine Einkommenssteuer
  • den Prozentsatz für Deine Rücklagen für Urlaub, Krankheit u.ä.

Diese Faktoren sind alle in der Google-Doc-Tabelle berücksichtigt. Du füllst sie einfach mit Deinen Werten und wirst sehr klar sehen, wie hoch Dein Stundensatz sein muss, damit Deine Ausgaben bzw. Kosten gedeckt sind.

 

Es gibt 3 Berechnungsansätze, wie Du Deinen Stundensatz berechnen kannst.

  1. Stundensatz minimum – Ausgehend von den Deinen Kosten
  2. Stundensatz mit Gewinn – Ausgehend von den Arbeitsstunden
  3. Stundensatz ausgehend von Deinem finanziellen Ziel

Wie diese Tabelle genau funktioniert und wie Du ab sofort Deinen Stundensatz berechnen kannst, erkläre ich Dir im Video. Lade Dir zuvor noch die Google-Docs-Tabelle, damit Du alle Schritte im Video parallel nachvollziehen kannst.

Nun weisst Du, wie Du Deinen Stundensatz berechnen kannst. Ich hoffe, dass Dir dieses Wissen bei Deinem nächsten Projekt-Angebot hilft, das Geld zu verdienen, was Du wirklich brauchst.

Wie hast Du bisher Deinen Preis festgelegt? Erzähle mir davon in dem Kommentaren!

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Wie Du Deinen Stundensatz berechnen kannst

Den eigenen Preis anzusagen, fällt - insbesondere als Anfänger - schwer. Aber zuerst musst Du Deinen Preis überhaupt kennen und deshalb zeige Ich Dir, wie Du Deinen Stundensatz berechnen kannst. Mir liegt dieses Thema wirklich sehr am Herzen, weil ich immer wieder...

Ich will nicht mehr

Keine Angst, „Ich will nicht mehr“ ist kein Abschiedsbrief. Kein Ende, sondern – zumindest für mich – ein neuer Anfang. In den letzten Wochen und Monaten habe ich über Produktivität und das Erreichen von Zielen geschrieben. Heute möchte einmal etwas persönlicher …

Mit neuen Habits konsequent zum Ziel.

Habits waren nie mein Ding. Ganz ehrlich, ich war jahrelang sogar stolz darauf, keine Routinen zu haben. Jeder Tag sollte anders sein, immer spontan, bereit für das nächste Abenteuer. Natürlich gab es in meiner Kindheit regelmäßige Abläufe, aber ich hatte nicht das...

7 Tipps für Deine Motivation nach einem langen Urlaub

7 Tipps für Deine Motivation nach einem langen Urlaub

Wie findest Du Deine Motivation nach einem langen Urlaub?

Noch ist an Arbeit eigentlich nicht zu denken, denn ich sitze im Hafen in San Miguel auf Teneriffa und geniesse die Sonne und den pfeifenden Wind. In ein paar Tagen geht es zurück nach Hause und gedanklich bin ich schon wieder am Schreibtisch und plane die nächsten Schritte für die nächsten Wochen und Monate.

Ich bin hoch motiviert und habe sogar schon Hummeln im Hintern und kann es kaum erwarten, bis es wieder richtig losgeht. Mir macht meine Arbeit Spaß und nach 3 Wochen Urlaub habe ich nun große Lust, wieder voll durchzustarten.

Ich weiss aber, dass es nicht unbedingt so sein muss, wie bei mir jetzt und dass es mitunter schwer sein kann, die Motivation nach einem langen Urlaub wiederzufinden. Deshalb habe ich hier die 7 besten Tipps zusammengetragen, die Dir Deine Motivation nach einem langen Urlaub – oder zu jeder anderen Zeit – wiederbringen.

Diese 7 Tipps helfen Dir Deine Motivation nach einem langen Urlaub wiederzufinden

1 | Gönne Dir etwas Zeit, um anzukommen

Wenn Du wieder zu Hause ankommst, brauchst Du Zeit, um Deine Taschen wieder auszupacken, die Wäsche zu machen, den Kühlschrank wieder zu füllen und eben wieder anzukommen.  Insbesondere brauchst Du Zeit um Deine ganzen E-Mails zu sichten, zu beantworten und die Aufgaben, die sich daraus ergeben zu notieren und zu planen.

Clever ist es, Deine tatsächliche Ankunftszeit nicht zu kommunizieren sondern, dass Du erst zwei Tage später wieder verfügbar bist. In dieser Zeit hast Du die Möglichkeit, alles wieder in den Normalzustand zubringen und alles zu erledigen, was liegen geblieben ist. Ich zum Beispiel komme am Donnerstag zuhause an, bin aber erst ab Montag wieder richtig im Spiel.

2 | Sei dankbar

Bist Du traurig, wieder zuhause sein zu müssen? Denkst Du daran, wie schön es war und was Du alles erlebt hast? Am liebsten würdest Du die Tasche gar nicht erst auspacken und direkt wieder zum Airport fahren und zurückfliegen?  – Ich könnte mir vorstellen, dass es mir in ein paar Tagen genauso geht und dennoch werde ich nicht wehmütig oder deprimiert sein, sondern ich werde voller Dankbarkeit an meine traumhafte Urlaubszeit zurückdenken. Ich bin sehr glücklich und dankbar für die Zeit, die traumhafte Landschaft, die lieben Leute – ich werde mir meine Fotos anschauen und mich freuen.

La Gomera hat mir zu Beispiel so gut gefallen, dass ich sehr gern noch einmal mehr Zeit dort verbringen möchte. Also bin ich gedanklich schon beim nächsten Urlaub – und das vertreibt ja wohl jegliche Wehmut.

3 | Was (oder wen) hast Du alles vermisst?

Ich hab nicht viel vermisst – hauptsachlich meinen Liebsten, der zuhause geblieben ist und die permanente Verfügbarkeit von WLAN. 😉 Für meine Kids war das allerdings noch viel schlimmer!

Was hast Du vermisst, als Du unterwegs warst? Mache ein Liste und freue Dich, all die Lieben und Dinge nun wieder in Deiner Nähe zuhaben.

Ich freu mich auf:

  • Michael
  • mein Bett, denn hier schlafe ich auf einer schmalen Couch im Salon der Segelyacht Nereus
  • Galina, MonikaElizabethBirte und Vanessa
  • mein Büro und meine vielen Bücher.
  • meinen Thermomix, Green Smooties, konsequente vegane Low Carb Ernährung und Yoga.
  • WLAN und unbegrenztes Datenvolumen! 🙂

4 | Nimm‘ Dir etwas besonders vor

Nimm‘ Dir etwas besonderes für die Woche nach Deine Rückkehr vor. Triff‘ Dich mit Freunden zum Kaffee oder gönne Dir einen Beauty-Termin. Oder geh‘ tanzen. Das hebt die Stimmung garantiert.

Ich habe zum Beispiel schon den nächsten Kurz-Urlaub geplant – ganz spontan nochmal kurz weg. Das ist mein Highlight.

5 | Aufgaben sichten und priorisieren

Nach dem Sichten der aufgelaufenen E-Mails ergeben sich Aufgaben, die bearbeitet und erledigt werden müssen. Diese Aufgaben schreibe ich in eine Liste und sortiere sie im Anschluss nach Prioritäten A bis D, so wie ich es im Blog Post „So setzt Du die richtigen Prioritäten“ beschrieben habe.

Nur die wichtigen und dringenden Aufgaben mit der Priorität A werden direkt bearbeitet. Wichtige, aber nicht dringende Aufgaben der Priorität B werden terminiert. Alle anderen Aufgaben werden nicht erledigt. Ihnen fehlt es an Wichtigkeit und Dringlichkeit, deshalb entscheide ich, mich nicht mehr mit solchen Aufgaben zu befassen. Bei der Einschätzung hilft es zu überlegen, welche Auswirkung die entsprechende Aufgabe auf mein Business oder auf mein Leben hat. Ist diese Auswirkung nicht von Bedeutung, muss die Aufgabe nicht bearbeitet werden, weil sie damit nicht relevant für die Erreichung meines Ziels ist.

6 | Ruhe bewahren und eins nach dem anderen erledigen

Ja, die Liste mit den Aufgaben ist unter Umständen sehr lang, wenn Du nach einem langen Urlaub wieder an Deinen Schreibtisch zurückkehrst. Bloß keine Panik! Deine Kollegen und Auftraggeber wissen, dass Du gerade erst zurückgekommen bist. Plane für alle Aufgaben genügend Zeit ein und erkläre Deinen Kunden, wann sie mit der Lieferung rechnen können. Lass‘ Dich nicht unter Druck setzen und arbeite eins nach dem anderen ab. Vermeide dabei Multitasking – dadurch entstehen nur Fehler, die Dich am Ende deutlich mehr Zeit kosten. Reserviere Dir Zeitblöcke, an denen Du alles ausschaltest und konzentriert Deinen A-Aufgaben ohne Ablenkung abarbeiten kannst.

<h2″>7 | Mach‘ mal Pause

Auch wenn Dein E-Mail-Postfach überquillt und die Liste mit den Aufgaben lang ist und jeden Tag noch etwas dazu kommt, musst Du daran denken Pausen zu machen. Sonst ist Deine Erholung ruck-zuck wieder dahin.

Gönn‘ Dir eine kleine Erholung zwischendurch. Schau‘ Dir Deine Urlaubsfotos an, geh‘ einen Kaffee trinken, spazieren oder mach ein wenig Sport.

Ich habe meine Yogamatte in der Nähe meines Schreibtisches und so kann ich jederzeit zwischendurch ein paar Übungen machen. Das entspannt und der Kopf wird wieder frei.

Ich freue mich auf zuhause und meine Arbeit. Das Buch mit den Ideen ist voll, ich bin voller Energie und kann es kaum erwarten, die Ideen umzusetzen! Wie geht es Dir so nach Deinem Urlaub? Was hast Du in den letzten Jahren für Erfahrungen gemacht?

Wie findest Du Deine Motivation nach einem langen Urlaub?

Ich freue mich auf Deine Tipps und Inspiration!

Ganz liebe Grüße,
Karen

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Den eigenen Preis anzusagen, fällt - insbesondere als Anfänger - schwer. Aber zuerst musst Du Deinen Preis überhaupt kennen und deshalb zeige Ich Dir, wie Du Deinen Stundensatz berechnen kannst. Mir liegt dieses Thema wirklich sehr am Herzen, weil ich immer wieder...

Ich will nicht mehr

Keine Angst, „Ich will nicht mehr“ ist kein Abschiedsbrief. Kein Ende, sondern – zumindest für mich – ein neuer Anfang. In den letzten Wochen und Monaten habe ich über Produktivität und das Erreichen von Zielen geschrieben. Heute möchte einmal etwas persönlicher …

Mit neuen Habits konsequent zum Ziel.

Habits waren nie mein Ding. Ganz ehrlich, ich war jahrelang sogar stolz darauf, keine Routinen zu haben. Jeder Tag sollte anders sein, immer spontan, bereit für das nächste Abenteuer. Natürlich gab es in meiner Kindheit regelmäßige Abläufe, aber ich hatte nicht das...

5 einfache Tipps, wie du bessere Texte für dein Freelancer-Business schreibst

5 einfache Tipps, wie du bessere Texte für dein Freelancer-Business schreibst

Ein Gastartikel von Vanessa Beyer von Hearts and Habits.

Du möchtest eine E-Mail, einen Blogartikel oder ein Angebot schreiben. Statt deine Finger über die Tastatur flitzen zu lassen, starrst du den blinkenden Cursor auf dem leeren Blatt an und bringst einfach kein Wort raus. 

Wenn der Text mit viel Verspätung irgendwann fertig ist, klingen die Sätze nicht nach dir. Die Zeilen begeistern weder dich noch deine Leser… und schon steht auch schon der nächste Text an. – Kommt dir das bekannt vor?

Als Freiberufler nimmt das Schreiben einen entscheidenden Part in deinem Arbeitsalltag ein. Er fordert Zeit, Kreativität und auch deinen Erfolg, wenn du ihn nicht richtig beherrschst.

 

Warum du als Freiberufler unbedingt Wert auf gute Texte legen solltest

  • Deine Texte sind die Kommunikationsgrundlage zwischen dir und deinen Interessenten, Kunden und wichtigen Leuten aus der Branche.
  • Deine Texte vermitteln deine Botschaft, Angebote und Inhalte.
  • Deine Texte stehen für Qualität.
  • Deine Texte erzeugen Glaubwürdigkeit und Vertrauen.
  • Deine Texte spiegeln deine Persönlichkeit wider.
  • Deine Texte haben das Ziel, Leser zu animieren (zum Beispiel klicken, liken, kommentieren, teilen, anmelden und vor allem kaufen).
  • Deine Texte ranken dich bei Suchmaschinen wie Google.
  • Deine Texte bauen eine Beziehung zu deinen Lesern und Followern auf.
  • Deine Texte sind entscheidend für deinen Erfolg!

 

Wie du es schaffst, authentisch, überzeugend, effektiv und sogar mit Freude deine Texte zu schreiben? Ich teile meine 5 besten und bewährten Kniffe mit dir!

5 Tipps für authentische und überzeugende Texte

1. Bewusstsein: Was möchtest du kommunizieren?

Bevor du ans Schreiben gehen kannst, ist es wichtig, dass du weißt, was du überhaupt sagen möchtest. Worüber möchtest du reden? Wer ist deine Zielgruppe bzw. wen möchtest du mit deinen Texten erreichen? Was bietest du an und welchen Wert hat deine Arbeit? Und wer bist du überhaupt als Freiberufler?

  • Deine Botschaft und ihr Wert
  • Deine Zielgruppe mit ihren Problemen bzw. Bedürfnissen
  • Deine Arbeit und ihre Ergebnisse
  • Deine Person als Marke

Wenn du dir der einzelnen Elemente bewusst bist, weißt du, warum, wie und was du schreibst. Du kommunizierst klar und emotional deine Gedanken und deine Idee – und verbindest dich so mit den richtigen Menschen.

Tipp: Konzentriere dich auf dein Warum. Damit meine ich deine Vision, dein Glaube. Warum stehst du tagtäglich auf, warum hast du deine Freiberuflichkeit gegründet und warum verfolgst du motiviert dieses eine Ziel? Dein Warum verbindet alle Elemente und ist somit grundlegend für deine Kommunikation.

 

2.  Beziehung: Führe einen Dialog!

Wenn du an einer bestimmten Stelle in deinem Text festhängst, frage dich, wie du den Inhalt deinem Traumkunden erklären würdest. Schreibe genau so, als würdest du dich mit deinem Leser unterhalten. Das wirkt außerdem viel persönlicher und er fühlt sich direkt angesprochen und einbezogen. Wenn du eine konkrete Person in deinem Kopf hast, für die du den Text verfasst, kommen dir garantiert schneller Einfälle und das Schreiben macht mehr Spaß.

Tipp: Lese deine Texte laut vor. Wenn du ins Stolpern kommst, weißt du sofort, dass du den Satz so nicht sagen würdest.

 

3. Kreativität: Setz dich nicht unter Druck!

Du sitzt schon eine halbe Stunde am Schreibtisch, ohne auch nur ein einziges Wort rausgebracht zu haben? Steh auf und mach etwas anderes – so nutzt du die Zeit besser und mit Sicherheit kommst du auch wieder auf gute Ideen. Hab am besten immer einen Block und Stift dabei, um dir Einfälle notieren zu können oder nutze dafür die Diktier-App deines Smartphones.

Plane dir für das Erstellen deiner Blogartikel, Social Media-Artikel, Newsletter und weiterer Texte Puffer ein. Mit genügend Zeit kannst du die Texte auch mal ein paar Tage liegen lassen und neue Inspiration und Kraft sammeln. Führst du schon einen Redaktionsplan?

Tipp: Meine besten Ideen kommen zu mir, wenn ich staubsauge. Ja, wirklich! Probiere es auch mal aus.

 

4. Flow: Entwickele deine individuelle Schreib-Routine!

Schreibe so oft und so viel, wie du nur kannst. Denn so entwickelst du eine Routine und weißt, wie du am besten in deinen Flow kommst.

Teste verschiedene Möglichkeiten aus. Schreibe beispielweise mal an einem ruhigen Plätzchen bei dir im Haus und mal in einem vollen Café. Strukturiere deine Gedanken vorher auf einem Blatt Papier oder schreibe einfach drauflos. Nimm dir einen Text als erste Aufgabe des Tages vor oder schreibe erst, wenn du alle anderen To Dos abgehakt hast.

Mit der Zeit wirst du wissen, was dir besser liegt – versprochen!

Tipp: Wie du am besten und effektivsten schreiben kannst, hängt viel mit deiner Persönlichkeit zusammen. Diese Fragen können dir dabei helfen, herauszufinden, wie du deinen Schreibprozess am besten gestalten kannst:

  • Bist du eher introvertiert oder extrovertiert?
  • Fällt dir das Schreiben leichter, wenn du deine Gedanken vorher ordnest oder wenn du deiner Intuition folgst?
  • Denkst du über Entscheidungen lange nach oder verlässt du dich lieber auf dein Bauchgefühl?
  • Orientierst du dich gerne an anderen oder basieren deine Gedanken mehr auf deinen eigenen Erfahrungen?

 

5. Persönlichkeit: Kennst du deine einzigartige Schreibstimme?

Natürlich kannst du in deinen Texten hipper, lustiger, kreativer und vielleicht formeller klingen, als du tatsächlich bist. – Das bringt dir aber nichts!

Irgendwann wird das anstrengend werden und sich total falsch anfühlen. Und noch viel wichtiger: Du wirst Menschen anziehen, mit denen du eigentlich gar nicht zusammenarbeiten möchtest.

Deine typischen Charaktereigenschaften, liebevollen Ecken und Kanten und deine entscheidenden Werte kannst du mit deiner einzigartigen Schreibstimme hervorheben. Sie ist die natürliche Ausdrucksweise deiner Persönlichkeit. Dazu zählen deine Worte, deine Satzstruktur, die Verwendung von Rechtschreibung und Grammatik (einschließlich Fehler), deine Tonalität und der Inhalt.

 

Möchtest du wissen, wie du deine Schreibstimme entdeckst und richtig einsetzt?

In meinem eBook „Texte mit Persönlichkeit – Wie du deine authentische Schreibstimme und die richtigen Worte findest“ teile ich mir dir meine kreative und erprobte Strategie, die dir hilft, endlich authentische und überzeugende Texte für dein Business zu schreiben.

Tipp: Vor allem kreative Dienstleister wie Fotografen und Designer sollten viel Persönlichkeit in ihre Marke und somit auch in ihre Texte bringen. Denn bei ihnen ist es besonders wichtig, Nähe, Glaubwürdigkeit, Vertrauen und Loyalität aufzubauen.

 

Sei es eine E-Mail, ein Blogartikel, ein Angebot oder ein Text für deine Website: Du hast etwas zu sagen! Wenn du deine Gedanken und deine Botschaft mit anderen Menschen teilst, kannst du den Tag, die Woche, den Monat, das Jahr oder sogar das ganze Leben deines Lesers verbessern. Deine Worte sind so kraftvoll, dass du sie nicht verstecken darfst. Deswegen wünsche ich dir jetzt viel Freude beim Umsetzen der Tipps und beim Schreiben!

 


Über die Autorin: Vanessa Beyer ist seit Ende 2015 freiberufliche Texterin. Am liebsten arbeitet sie mit Selbstständigen und Unternehmen aus der Lifestyle-, Kreativ- und Coaching-Branche. Sie entwickelt Konzepte und kreiert Texte für ihre Auftraggeber oder begleitet sie beim Schreiben. Das Ganze läuft unter dem Namen hearts and habits – denn ebenso liebt Vanessa es, Herzensgeschichten und Gewohnheiten in Worte zu fassen.

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Wie Du Deinen Stundensatz berechnen kannst

Den eigenen Preis anzusagen, fällt - insbesondere als Anfänger - schwer. Aber zuerst musst Du Deinen Preis überhaupt kennen und deshalb zeige Ich Dir, wie Du Deinen Stundensatz berechnen kannst. Mir liegt dieses Thema wirklich sehr am Herzen, weil ich immer wieder...

Ich will nicht mehr

Keine Angst, „Ich will nicht mehr“ ist kein Abschiedsbrief. Kein Ende, sondern – zumindest für mich – ein neuer Anfang. In den letzten Wochen und Monaten habe ich über Produktivität und das Erreichen von Zielen geschrieben. Heute möchte einmal etwas persönlicher …

Mit neuen Habits konsequent zum Ziel.

Habits waren nie mein Ding. Ganz ehrlich, ich war jahrelang sogar stolz darauf, keine Routinen zu haben. Jeder Tag sollte anders sein, immer spontan, bereit für das nächste Abenteuer. Natürlich gab es in meiner Kindheit regelmäßige Abläufe, aber ich hatte nicht das...

5 Geheimnisse für entspannte Freelancer

5 Geheimnisse für entspannte Freelancer

Du denkst jetzt „entspannte Freelancer“ – kenn‘ ich nicht, nie gehört. Ich auch nicht. Alle hetzen immer mit Handy und Laptop herum. Selbst am Wochenende gibts keine Grenzen. Wir haben uns unsere Arbeit selbst ausgesucht, aber wenn wir nicht ein bisschen auf uns Acht geben, macht es uns vielleicht bald keinen Spaß mehr oder wir werden krank. Also will ich heute für ein bisschen Entspannung sorgen und hoffe, dass Du den einen oder anderen liebevoll gemeinten Rat in Deinen Arbeitsalltag integrieren kannst!

Was mich ja immer entspannt, ist der erste Tee am Morgen. Ich trinke am liebsten Indian Chai mit Vanille-Mandelmilch – ein absoluter Genuss!

Der Alltag als Freelancer kann mitunter ganz schön stressig sein, vor allem wenn sich das Prioritäten-Karussell wieder dreht und das Telefon klingelt. Da brauchen wir alle ein paar hilfreiche Tipps, um wieder etwas Ruhe in den Tag und ein Lächeln ins Gesicht zu bekommen.

Handy aus!

Mir ist in den letzten Tagen wieder sehr klar geworden, dass ich mich als erstes wieder an meinen eigenen Rat, das Handy tagsüber auszuschalten, halten sollte. Ruckzuck sind zwei Stunden weggeschnattert und die Arbeit ist noch nicht weniger geworden. Grrr.
Also Tipp Nummer 1 für entspannte Freelancer: Handy aus.

Gönn‘ Dir eine Auszeit!

Ich weiß, das ist nicht so einfach. Gerade wenn man erst am Anfang steht. Oder wenn gerade das Auftragsbuch voll ist. Aber genau dann musst Du Dir mindestens einen Tag in der Woche gönnen. Bring‘ Dich auf andere Gedanken, beweg‘ Dich, lies ein Buch oder buche direkt einen Kurz-Urlaub am besten irgendwo ohne Internet-Zugang. #DigitalDetox.

Blocke diesen Tag oder die Tage in Deinem Kalender. Du hast nur einen Termin und den hast Du mit Dir selbst!

  • Schaue nicht in Deine Mails und antworte auch nicht. Wenn Du länger weg bist, richte einen Autoresponder ein, sodass Deine Kunden und Partner bescheid wissen, dass Du out of Office bist. Das allein entspannt schon.
  • Plane für diesen Tag keine Telefonate, mach‘ das Telefon einfach aus. Nichts ist so wichtig, als dass es nicht noch bis morgen warten kann.
  • Verbringe den Tag mit Dingen, die Dir Spaß machen. Mit Freunden treffen, Kaffee trinken, shoppen gehen, auf einer Wiese liegen und in den Himmel schauen oder ein Buch lesen. Ganz egal, Hauptsache Du kommst weg von der Arbeit und entspannst Dich!

Mach‘ es Dir schön!

Ich meine Deinen Arbeitsplatz! Gestalte Deinen Tisch und Dein Büro so, dass Du Dich darin wohl fühlst und Dich jeden Tag gern dort niederlässt. Hast Du einen bequemen Stuhl und gute Musik? Ist Dein Schreibtisch leer? Falls nicht, hier ist ein Blog Post, der Dir zeigt, wie einfach das geht.

Wenn Du Ideen brauchst, schau mal bei Pinterest vorbei. Dort gibt es wirklich unfassbar viel Inspiration für Dein Home Office. Ich habe auch ein Board zum Thema Home Office Inspiration.

Sorge dafür, dass Du gern an diesem Ort bist und Dich wohl fühlst. Dann macht auch die Arbeit Spaß!

Delegiere!

Alles was Du nicht unbedingt selbst tun musst, kannst Du in vertrauensvolle Hände geben. Es ist manchmal schwer zu begreifen  – ich musste da auch durch – aber es gibt liebe Leute, die etwas besser und schneller können, als Du!

Fülle nur Deine Kernkompetenz und für alles andere suchst Du Dir Dienstleister und Helfer. Und das finanzielle Thema zählt dabei nicht, denn es ist verdammt teuer, wenn Du Dinge versuchst selbst zu machen, von denen Du aber nur rudimentär Ahnung hast. Lege da mal Deinen Stundensatz zugrunde und überlege, was Du stattdessen für Dein Geld tun könntest. Bäm! Hart aber wahr! 

Für die Zukunft kannst Du Dir auch eine „Stop doing Liste“ oder „Not-ToDo-Liste“ anlegen.

Wenn Du Schwierigkeiten bei der Priorisierung Deiner Aufgaben hast, kann ich Dir den Artikel „So setzt Du die richtigen Prioritäten“ ans Herz legen und das Buch „Eat that frog“* von Brian Tracy wärmstens empfehlen.

Entspannte Freelancer meditieren!

Ja, Du hast richtig gelesen. Meditation kommt langsam aus der alternativen Ecke raus. In Manager-Seminaren wird mit bis zu 500 Leuten gemeinsam meditiert – hab ich selbst erlebt. Das ist der Wahnsinn! Und die Leute waren dannach völlig begeistert und geflasht, weil das für die meisten eine brandneue Erfahrung war.

Ich selbst meditiere seit fast einem Jahr regelmäßig. Ich erzähle das normalerweise nicht, das ist kein Thema für jede Gesprächsrunde. Aber dennoch weiß ich den Wert der Meditation sehr zu schätzen. Meditation hilft, sich zu entspannen, zu fokussieren und das Geschnatter der Gedanken nach und nach loszuwerden. Das dauert etwas, aber es wird ruhiger da oben!

Wenn Du damit anfängst, dann beginne mit 5-10 Minuten auf einem Stuhl sitzend – Du musst Dich also nicht im Lotus-Sitz verknoten. Mein Meditationslehrer sagte mal, die alten Tibeter würden auch zum Meditieren auf Stühlen sitzen, wenn es damals schon welche gegeben hätte. Es ist also egal, Du solltest nur darauf achten, dass Deine Wirbelsäule ganz gerade ist und Du Dich nicht anlehnst. Und dann bleibe still sitzen und konzentriere Dich auf Deinen Atem ohne an etwas zu denken. Das klingt einfach, ist aber eine Wahnsinnsherausforderung.

Das waren meine „5 Geheimnisse für entspannte Freelancer“. Probiere die Tipps aus, integriere sie in Deine Abläufe und Du wirst sehen, Du entspannst Dich. Vielleicht sehen wir bald nur noch entspannte Freelancer in Hängematten! 😉

 

© contrastwerkstatt – Fotolia.com

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Ich will nicht mehr

Keine Angst, „Ich will nicht mehr“ ist kein Abschiedsbrief. Kein Ende, sondern – zumindest für mich – ein neuer Anfang. In den letzten Wochen und Monaten habe ich über Produktivität und das Erreichen von Zielen geschrieben. Heute möchte einmal etwas persönlicher …

Mit neuen Habits konsequent zum Ziel.

Habits waren nie mein Ding. Ganz ehrlich, ich war jahrelang sogar stolz darauf, keine Routinen zu haben. Jeder Tag sollte anders sein, immer spontan, bereit für das nächste Abenteuer. Natürlich gab es in meiner Kindheit regelmäßige Abläufe, aber ich hatte nicht das...

5 Gründe warum Du ein Ziel brauchst

5 Gründe warum Du ein Ziel brauchst

Weisst Du, warum Du ein Ziel brauchst? Die erste Hälfte des Jahres ist fast um. Und was ist aus Deinen Vorhaben bisher geworden? Hattest Du Dir überhaupt Ziele für dieses Jahr gesetzt? Das Verfallsdatum der meisten an Silvester gesetzten Ziele läuft innerhalb des ersten Monats ab. Dann ebbt der Besucherstrom in den Fitness-Studios wieder ab. Grund genug jetzt noch einmal zu schauen, warum wir eigentlich Ziele brauchen und wie wir sie setzen.

Heute früh erzählte mir ein Bekannter von seinem Wochenende. Er hatte vor, mal wieder auf den Gipfel eines Berges in seiner Umgebung zu wandern. Zuletzt hatte er das vor 20 Jahren gemacht. Auf diesem Berg steht ein Turm, der weithin zusehen ist. Er lief einfach los, den Weg kannte er nicht, aber er hatte immer mal wieder diesen Turm im Blick. Mehr brauchte er nicht. Der Turm auf dem Gipfel markierte sein Ziel. Selbst, wenn dann der Weg nicht direkt zum Gipfel führt, sondern mit kleinen Umwegen, so hat er doch immer diesen Turm gesehen. Leicht aus der Puste – aber sehr glücklich – kam er oben an.

Wunderbare Geschichte und großartige Metapher.

Du wirst Dein Ziel erreichen, wenn Du es vor Augen hast, egal auf welchem Weg!

Du musst Dein Ziel vor Augen haben

Nur mit einem klaren Ziel vor Augen kannst Du auch den Weg sehen und begehen.

Wenn man sich hingegen immer auf die Dinge konzentriert, die man nicht will, dann werden dieses Dinge geschehen – nicht trotzdem sondern deshalb. Ganz klar, das Unterbewusstsein unterscheidet da nicht. Es realisiert sich das, worauf Du fokussiert bist – positiv oder negativ.

Ein Ziel gibt Dir Orientierung.

Mit klaren Zielen weißt Du, warum Du jeden Tag aufstehst. Du kannst einfacher Entscheidungen treffen, wenn Du Dich fokussierst. Bei jedem Thema kannst Du Dich fragen, ob es Dir hilft, Deinen Gipfel zu erreichen oder nicht.

Ein Ziel motiviert.

Ohne ein klares Ziel geben wir zu schnell auf, wenn sich uns Hindernisse oder Schwierigkeiten in den Weg stellen.

Die Motivation, das Durchhaltevermögen und auch Frustration in Kauf zu nehmen, ist eindeutig stärker, wenn das Ziel klar definiert ist und der Wille es zu erreichen stark genug ist.

Das großartige an einem starken Ziel ist, dass Dich Hindernisse nicht aus der Bahn werfen, weil Du tief in Deinem Herzen weisst, was Du willst und dafür brennst. Dann lässt Du Dich nicht entmutigen, nicht einschüchtern oder verunsichern. Nein, Du weisst, was Du willst und Du ziehst das durch – ohne wenn und aber.

Frustration ist ein Zeichen dafür, dass Du Dein Ziel fast erreicht hast!

Dein Erfolg wird messbar.

Durch das Setzen eines Ziels wird Erfolg überhaupt erst messbar. Wenn Dein Ziel spezifisch ist – also zum Beispiel verbunden mit einer konkreten Zahl – dann ist diese Zahl die Markierung für das Erreichen des Ziels. Zwischenschritte zeigen Dir, dass Du auf dem richtigen Weg bist und motivieren Dich durchzuhalten.

Jedes erreichte Ziel macht Dich noch stärker und zielsicherer.

Was macht es mit Dir, wenn Du auf Deiner Liste etwas abhaken kannst, was Du erledigt hast. Nur im Kleinen. Jetzt stell‘ Dir das Gefühl größer vor, viel größer. Wenn ich daran denke, mein Ziel erreicht zu haben, habe ich eine große Party mit Feuerwerk vor Augen und Tränen in den Augen.

Zu erreichen was man sich vorgenommen hat, macht stark, selbstbewußt und unverwundbar!

Wenn Du jetzt das dringende Verlangen verspürst, Deine Ziele noch einmal schriftlich zu definieren, habe ich etwas für Dich! In der Quickstart-Anleitung für den Freelance Planner – einem absolut individuellen Planungssystem – findest Du eine Anleitung, wie Du beim Setzen und Planen Deiner Ziele am besten vorgehst.

Ich hasse Spam. Mehr dazu in der Datenschutzerklärung.

Was sind Deine Erfahrungen mit dem Setzen von Zielen und der Umsetzung? Ich freue mich auf Deinen Kommentar!

Image by StockUnlimited

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Den eigenen Preis anzusagen, fällt - insbesondere als Anfänger - schwer. Aber zuerst musst Du Deinen Preis überhaupt kennen und deshalb zeige Ich Dir, wie Du Deinen Stundensatz berechnen kannst. Mir liegt dieses Thema wirklich sehr am Herzen, weil ich immer wieder...

Ich will nicht mehr

Keine Angst, „Ich will nicht mehr“ ist kein Abschiedsbrief. Kein Ende, sondern – zumindest für mich – ein neuer Anfang. In den letzten Wochen und Monaten habe ich über Produktivität und das Erreichen von Zielen geschrieben. Heute möchte einmal etwas persönlicher …

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Das 3-Konten-Modell für Freelancer

Das 3-Konten-Modell für Freelancer

Vom 3-Konten-Modell für Freelancer wusste ich nichts.

Als ich mich vor über 16 Jahren für den freiberuflichen Weg entschieden habe, hatte ich von nichts Ahnung. Fachlich natürlich, aber was man als Freelancer sonst noch wissen muss — nichts.
Ich wusste nur, ich mach’ das jetzt und ich schaffe das. Motivation ist alles. Haha. Die ersten Aufträge hatte ich auch bald in der Tasche und freute mich nach Fertigstellung und Bezahlung über mein erstes selbstständig verdientes Geld. Das war verdammt cool! Ich war echt in Feier-Laune!

Ich bekam weitere Aufträge, das Geld kam relativ regelmäßig, also ließ ich es mir gut gehen – sehr gut!

Wie gesagt, ich hatte keine Ahnung.

 

Damals kam nach über einem Jahr Selbstständigkeit das böse Erwachen. Ich sollte Vorsteuer und Einkommenssteuer zahlen. Puh, ehm … wie jetzt?

Zuvor hatte ich meine Belege immer ordentlich abgeheftet ins Steuerbüro gegeben – zur Buchführung – soviel wusste ich. Aber ich wusste sonst nichts von Steuern, ich hatte mich nicht informiert. Und ich hatte nichts zurückgelegt. Aber das Finanzamt ist unerbittlich und will das Geld immer sofort. Also musste ich es mir borgen. So blöd und peinlich!

Damals hab ich mir eine blutige Nase geholt, aber seitdem weiss ich auch, dass ich diese Schreck-Sekunde, wenn der Brief vom Finanzamt in der Post ist, nie mehr haben werde.

Ich überlegte mir ein System, wie ich es vermeide, je wieder ohne Rücklagen dazustehen.

Dieses System – Das 3-Konten-Modell – stelle ich Dir jetzt vor.

3-Konten-Modell für Freelancer

Das Geschäftskonto

Du hast sicher ein Geschäftskonto. Falls nicht, lege unbedingt eines an. Es ist absolut ratsam, die privaten Ausgaben von den geschäftlichen zu trennen und es erleichtert die Buchführung und den Überblick über alle geschäftlichen Vorgänge.

Wenn ein Auftraggeber eine Rechnung bezahlt, geht dieser Betrag auf Dein Geschäftskonto. Nach dem Zahlungseingang verteilst Du das Geld auf weitere Konten.

 

Das Vorsteuer-Konto

Die eingenommene Mehrwertsteuer überweist du auf Dein Vorsteuer-Konto. Dort werden ausschließlich die Mehrwertsteuer-Beträge gesammelt. Das Finanzamt verlangt die Zahlung der Vorsteuer entweder monatlich, quartalsweise oder jährlich. Das hängt von Deinem Umsatz ab. Dein Steuerberater kann Dich bei der Beantragung der gewünschten Zahlungsweise unterstützen.
Auf jeden Fall bist Du bestens vor Überraschungen geschützt, weil das Geld dort einfach auf die Zahlung wartet.

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Das Rücklagen-Konto

Einmal im Jahr ist die Zahlung der Einkommenssteuer für das Vorjahr fällig. Diesen Betrag solltest Du auch beiseite gelegt haben. Dein Steuerberater kann eine ungefähre Schätzung abgeben, wie hoch dieser Beitrag sein wird. Für diesen Fall empfehle ich einen Prozentsatz – beispielsweise 30% – vom Netto-Rechnungsbetrag auf dieses Konto zu überweisen.

 

Deine Geschäftsausgaben

Auf Deinem Geschäftskonto sind jetzt noch 51% vom ursprünglichen Rechnungsbetrag. Das könntest Du Dir jetzt entnehmen. Doch Vorsicht, Du hast ja auch noch geschäftliche Ausgaben. Büromiete, Telefon, Provider, Versicherungen und der Steuerberater muss auch noch bezahlt werden. Gehe Deine letzten Kontoauszüge durch und schreibe alle Ausgaben zusammen. Diesen Betrag (plus etwas Puffer für eventuelle Neuanschaffungen) solltest Du immer auf Deinem Geschäftskonto belassen.

 

Wie viel Geld kannst Du Dir privat entnehmen?

Du rechnest den absoluten Betrag der übrigen 51% des Rechnungsbetrags aus und ziehst den Betrag Deiner monatlichen geschäftlichen Fixkosten ab: Und schon weisst Du was Du jetzt verjubeln kannst! Hmm, nicht berauschend? Stimmt.

Statt Champagner gibt es heute nur Tee.

 

Beispiel: Aufteilung der Einnahmen bei einem Zahlungseingang von 2000 EUR zzgl. MwSt.

Extra-Tipp

Für noch weniger Überraschungen vereinbare mit deinem Steuerberater die quartalsweise Buchführung und lass’ Dir von ihm erklären, was Du im nächsten Quartal besser machen könntest.

Ich hoffe, dass das 3-Konten-Modell Ordnung und Ruhe in deine Finanzen bringt.

Bis nächste Woche,